Donnerstag, 26. April 2012

Praktikum: Tag 4.

Heute war eigentlich ganz okay. Durfte an einem Gipsabdruck eine Krone mit Wachs modellieren :) Der Zahn, auf dem die Krone dann später sein sollte, war nur noch ein Stummel, sodass ich den Zahn dann "ergänzen" musste. Natürlich sollte er im Endeffekt so natürlich wie möglich aussehen (sofern ein Zahn aus grauem Wachs natürlich aussehen kann xD) und ich hab schnell gemerkt, dass das gar nicht so einfach ist. Vor allem weil Wachs die Angewohnheit hat, immer dahin zu fließen, wo er NICHT hinsoll.

Insgesamt saß ich um die 3 Stunden an der Krone. Liegt daran, dass man mit den Instrumenten immer nur einen  Tropfen Wachs auftragen konnte. Sogesehen habe ich wieder mit Bunsenbrenner und Wachs gearbeitet, wie beim Modellieren des Zahns in einem meiner letzten Berichte, nur in klein.
Bin dann im 20-Minuten-Abstand zu meinem Chef gerannt (dem Netten) und er hat mir immer gesagt, was ich noch verbessern kann. Irgendwann war die Krone dann perfekt. *Stolz auf sich sei*

Anschließend habe ich dann bei einer Kollegin zugesehen, die Kunststoffprothesen, also so richtige Gebisse, unterfüttert hat.
Erklärung: Beim täglichen Tragen von Prothesen nutzt sich der rosafarbene  Zahnfleisch-Kunststoff mit der Zeit ab, sodass die Prothese nicht mehr gescheit sitzt. (Folgen können sein, dass das ganze Ding irgendwann durchbricht o.O) Dieser Kunststoffrand wird dann wieder "erweitert".

Geht folgendermaßen. Die Prothese wird in einem Gestell eingegipst, nachdem man die Kunststoffmasse aufgetragen hat (vorher ist es wichtig, den Kunststoff der Prothese anzurauen, damit der neue Kunststoff besser haftet und man später keine Übergänge sieht). Das ganze landet dann für 10 Minuten im Turbokochtopf (ja, im Ernst :D)  und wird anschließend dann aus dem Gestell geholt (Der Gips wird mit nem Hammer zertrümmert xD). Die neuen Ränder der Prothese sind dann allerdings unordentlich und müssen weggefrest werden. Die Prothese wird anschließend noch poliert und fertig.

In der Pause habe ich mich mit der Auszubildenden unterhalten. War am Anfang ziemlich schwer, ein Gespräch anzufangen, zumal ich nicht grade gute Erinnerungen an sie hab. Aber es hat sich herausgestellt, dass sie bei dem selben Fahrlehrer wie ich ihren Führerschein gemacht hat und dass sie auch einmal durchgefallen ist. (Sie hat bei der Prüfung die Autobahnausfahrt als Einfahrt benutzt. Oder wollte es zumindest.)
Ich muss zugeben, dass sie eigentlich doch recht nett ist.


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