Mittwoch, 31. August 2016

Meine Vorliebe für Hamster - absolut kindisch und zu unreif für mein Alter.

Da ich so lange keinen Post mehr verfasst habe, weiß vermutlich keiner von euch, dass ich bereits seit über 2 Jahren begeisterte Hamsterhalterin bin. Ja, ich bin 21 und ja, ihr habt euch nicht verlesen, HAMSTER.

"Aber Hamster sind doch nur was für Kinder. Ich hatte einen, als ich damals in der Grundschule war. Der ist den ganzen Tag nur im Rad rumgelaufen, total langweilig."

Hamster sind also was für Kinder, obwohl sie tagsüber schlafen und erst gegen Abend, wenn das Sandmännchen schon lange vorbei ist, aktiv werden? Oder haben die gewissen Personen etwa ihre Hamster tagsüber geweckt, was absolut gesundheitsschädlich und stressverursachend auf Hamster wirkt? Ich gehe stark davon aus, dass diese Hamster NICHT ausschlafen durften ... die armen Tierchen. Umso schockierter sind die Eltern dann, wenn der süße Hamster plötzlich anfängt zu beißen.

Ich wollte nach dem Abi unbedingt wieder ein Haustier haben. Also habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welches Tier für mich in Frage kommt. Es sollte nicht zu viel Zeit beanspruchen, da ich tagsüber so gut wie den ganzen Tag lang arbeite. Es sollte möglichst pflegeleicht sein, weil ich eine faule Socke bin. Zudem sollte es nicht so exotisch sein wie eine Vogelspinne oder irgendwelche Echsen, weil die Terrarien meistens mega viel Strom fressen und sich meine Eltern da quer stellen würden. Bei Fischen dasselbe, außerdem sind Fische langweilig.
Irgendwann bin ich dann mit meiner besten Freundin durch die Zoohandlung gelaufen, da sie selbst Vogelsand benötigte, und da habe ich das erste mal in meinem Leben Roborowski-Zwerghamster gesehen. So putzig. Und plötzlich waren Hamster auch eine Option für mich.

Ich würde behaupten, dass nicht nur der berufstätige Halter vom Hamster profitiert, sondern auch der Hamster vom Halter. Dafür fallen mir grade spontan viele gute Gründe ein:

- Der Hamster hat tagsüber seine Ruhe und wird nicht andauernd geweckt.
- Ein berufstätiger Mensch informiert sich aus eigenem Willen besser und geht deshalb mehr auf die Haltungsbedinungen ein.
- Der Halter muss tagsüber keinen Pflichten, wie z.B Gassi gehen, nachkommen und verpasst zudem nichts.
- Erwachsene Menschen können besser damit umgehen, wenn sich der Hamster als scheues Wesen entpuppt, das nicht durchgehend gestreichelt werden will.

Nun kommen wir zum zweiten Punkt: Hamster sind langweilig.
In der falschen Haltung definitiv. Aber was bleibt Hamstern in Minikäfigen auch anderes übrig, als Die Wände hochzuklettern oder sich die Pfötchen im Rad wund zu laufen?
Was viele Leute nicht wissen, ist, dass Hamster in der freien Natur ähnlich wie Kaninchen in unterirdischen Bäuen leben. Demzufolge buddeln sie auch gerne im Käfig. Nur haben sie oft keine Möglichkeit dazu. Zudem sind die meisten Käfige einfach viel zu klein. Die Mindestgröße für einen Käfig liegt bei 100 x 50 cm... nur würden die Zoohandlungen solche riesen Käfige niemals loswerden. "So viel Platz für so ein kleines Tier?" Yap. Jeder, der einen Hamster mal in so einem großen Käfig rumrennen gesehen hat, wird das nachvollziehen können. Die Kleinen sind einfach mega aktiv.

Ich liebe Hamster und habe damit vermutlich das optimale Haustier für mich gefunden. Leider werde ich noch immer von meinen Kollegen dafür belächelt...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen